Das Wunder der Wunderkerze

Glühende Späne fliegen durch das Dunkel. Sie haben die Form kleiner Sterne. Und niemand kann sich ihrer Faszination entziehen. Dabei ist eine Wunderkerze nichts weiter als ein verkupferter Stahldraht, der von einer mysteriösen grauen Brennschicht umschlossen ist. Aber diese Schicht hat es in sich – nämlich ca. 50 % Bariumnitrat als Oxidationsmittel, ca. 30 % Eisenpulver und ca. 10 % Aluminiumpulver. Alles gebunden und verfestigt mit einem Bindemittel, das z. B. aus Mehl oder Kartoffelstärke hergestellt wird. Beim Anzünden liefert die Oxidation des Aluminiums mit dem Oxidationsmittel Bariumnitrat genug Energie, dass sich die Eisenkörner stark erhitzen und mit dem Sauerstoff aus der Luft verbrennen – und das erzeugt die Funken. Aber bitte Vorsicht beim Umgang mit diesem wunderbaren Lichteffekt: Die chemische Reaktion erzeugt Temperaturen bis zu 1100 °C. Und die entstehenden Gase enthalten unter anderem giftiges Kohlenmonoxid und Stickoxide.

Ein verblüffender Show-Effekt für die Silvester-Party: Wunderkerzen, die unter Wasser weiterbrennen. Dafür umwickelt man fünf Wunderkerzen straff mit Klebeband, so dass ihre Spitzen ganz eng zusammenliegen. Nur ganz vorne lässt man ca. 5 mm offen. Ein stabiles Becherglas wurde vorab bereits mit Wasser gefüllt und wenn das Kerzenbündel entzündet wurde, steckt man es kopfüber in den Wasserbecher – und siehe da, das Brennen und Funkeln geht unter Wasser weiter.

Verwenden Sie für dieses Experiment eine Schutzbrille und geeignete Schutzhandschuhe.

 

 

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