Mikrobiologie in der dritten Welt: Eine Erfolgsgeschichte aus Sierra Leone – Teil 2

Teil 2 von 3

Um bakteriell infizierte Menschen gezielt heilen zu können, müssen zunächst die Krankheitserreger identifiziert werden. Stark vereinfacht nimmt man dazu eine Probe z. B. aus einer infizierten Wunde und bringt sie auf einem Nährboden, von Biologen abgekürzt als „Agar“ bezeichnet, auf. Eines der wichtigsten Nährmedien für diese Analyse ist dabei Blutagar. Bestimmte pathogene Keime zersetzen mit der Zeit die Erythrozyten im Nährmedium und es entsteht ein durchsichtig gelber oder grünlicher Rand um die Bakterienkolonien. Diese „Hämolyse“ gibt wertvolle Informationen darüber, welche Keime in der Probe vorhanden waren. Erst dann kann man in einem weiteren Test überprüfen welches Antibiotikum wirkt.

Nach Lehrmeinung der Weltgesundheitsorganisation kann der Blutagar ausschließlich mit Tierblut, zum Beispiel von Schafen, hergestellt werden. Vor allem in Entwicklungsländern ist die Herstellung von Blutagar mit Tierblut nahezu unmöglich. Denn sowohl bei der Blutentnahme am Tier als auch bei der mechanischen Weiterverarbeitung muss absolut keimfrei gearbeitet werden. Ein einziges Bakterium reicht schon aus, um das gesamte Blut unbrauchbar zu machen.

Der Ansatz des Forschungsteams von Globolab: die Verwendung von menschlichem Blut für den Agar. Schließlich sind saubere Blutentnahmen am Menschen wesentlich einfacher und für die Herstellung von Blutagar können auch abgelaufene Blutkonserven verwendet werden. Bislang galt die Verwendung von menschlichem Blut für die Herstellung von Blutagar in der Fachwelt jedoch als unmöglich und bei bisherigen Experimenten waren die Ergebnisse unbrauchbar gewesen. Doch Globolab ist es nach einiger Forschungsarbeit gelungen, eine Lösung dafür zu entwickeln…

 

Lesen Sie mehr dazu im dritten Teil unserer Reihe „Mikrobiologie in der dritten Welt: Eine Erfolgsgeschichte aus Sierra Leone“. Die Fortsetzung ist ab dem 13.03.2018 auf unserem Blog abrufbar.

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Mehr über Globolab: www.globolab.de.

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