Adrenalin. Das Hormon der Helden.


Und warum überirdische Kräfte total menschlich sind.

Jeder hat es sicher schon mal gelesen: Menschen vollbringen Unglaubliches, entwickeln ungeahnte Kräfte.
Plötzlich können wir schwere Maschinen oder sogar Autos anheben.

Einfach so schafft das natürlich niemand. Voraussetzung ist, dass wir der festen Annahme sind, wir selbst oder eine uns nahestehende Person ist in Lebensgefahr. Und diese in Bruchteilen einer Sekunde gewonnene Erkenntnis lässt uns dann über uns selbst hinauswachsen.

Ein uralter Instinkt erwacht in uns und wir wägen nicht wie üblich zwischen Kampf und Flucht ab, sondern wechseln schlagartig in den Angriffsmodus. Dieser Reflex beruht auf einer positiven Rückkopplung zwischen Nebennierenmark und Sympathikus. Impulse des Sympathikus veranlassen eine Ausschüttung von Adrenalin. Das erhöht den Puls und sorgt für eine schnellere Atmung. Mehr Sauerstoff im Körper ist die Folge, was dazu führt, dass unsere Muskeln weitaus leistungsfähiger werden.

Gleichzeitig sorgt der Adrenalinausstoß für verringerte Schmerzempfindlichkeit. Der Schmerz, der normalerweise ein Warnsignal für das Gehirn ist, eine gefährliche Tätigkeit zu stoppen, wird ausgeblendet. Somit wird die Aktivität – auch wenn sie Schmerzen verursacht – fortgeführt.

Unser Gehirn verlässt den Energiesparmodus und öffnet die Schleusen, die sonst die Muskelleistung auf Effizienz trimmen. Lebensgefahr schlägt Alarm im System und die Sicherung im Gehirn entfällt, sodass wir alle Kraftreserven vollends ausschöpfen.

Wie Sie sehen, steckt in jedem von uns irgendwo ganz tief drinnen ein Held. Einzig die Situation entscheidet, wann wir das sind. Und Adrenalin ist sozusagen unser Zaubertrank.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben einen sicheren November, in dem festen Wissen, mit der richtigen Portion Adrenalin alles schaffen zu können.

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