Schlau auf dem Bau


Eine nachhaltige Revolution in der Baubranche

Die Vielseitigkeit der Bakterien

In einer Zeit, in der der Klimawandel und der zunehmende Ressourcenverbrauch immer größere Herausforderungen darstellen, ist es von entscheidender Bedeutung, nachhaltige Alternativen in allen Bereichen zu finden. In der Baubranche, die für einen erheblichen Teil der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich ist, wird intensiv nach umweltfreundlichen Lösungen gesucht. Ein vielversprechender Kandidat für die Revolutionierung des Baustoffsektors ist Biozement aus Sporosarcina Pasteurii. Dieser innovative Kunststein, hergestellt mithilfe von Bakterien, Harnstoff und Calciumchlorid, bietet nicht nur zahlreiche ökologische Vorteile, sondern eröffnet auch eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten – genau, was unsere Welt für eine nachhaltigere Baubranche braucht!

Frische Städte in der Zukunft

Biozement ist ein äußerst vielseitiges Material, das von feinem Sandstein bis hin zu groben Bausteinen wie Granitsand reichen kann. Das Resultat ist ein weißes, gelbes, beige-farbiges oder bräunliches Material mit matter, opaker Oberfläche. Ein bemerkenswerter Vorteil des Biozements ist seine Leichtigkeit im Vergleich zu herkömmlichem Zement oder Steinen. Durch die Variation der Sandkorngröße und der gewünschten Gesamtfestigkeit des Biozements kann sowohl die Porosität als auch die Abriebfestigkeit kontrolliert werden. Darüber hinaus reguliert Biozement auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit und Temperatur – ein großer Bonus also auch für den Städtebau.

Good vibes für die Umwelt

Eine der beeindruckendsten Eigenschaften von Biozement ist seine geringe Umweltbelastung. Die Herstellung herkömmlichen Zements ist verantwortlich für enorme CO₂-Emissionen. In Deutschland beispielsweise sind rund 600 kg CO₂ mit der Produktion einer Tonne Zement verbunden. Der Großteil dieser Emissionen resultiert aus rohstoffbedingten Prozessen und dem Brennvorgang. Durch den Einsatz von Biozement können bis zu 800 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden, da der aufwendige Brennvorgang komplett entfällt. Dies ist ein bahnbrechender Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Bauindustrie.

Ein weiterer Pluspunkt von Biozement ist seine Recyclingfähigkeit. Durch eine einfache Zerkleinerung kann das Material wiederverwendet werden, was zu einer erheblichen Reduzierung des Abfallaufkommens und der Umweltbelastung führt. Darüber hinaus ermöglicht Biozement eine beliebige Formgebung und die gezielte Kombination verschiedener Härtegrade in einem Objekt. Diese Flexibilität eröffnet neue Möglichkeiten für kreative und nachhaltige Architekturprojekte.

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Biozement aus Sporosarcina Pasteurii ist ohne Frage eine revolutionäre Innovation mit enormem Potenzial für eine nachhaltigere Bauindustrie. Die weitere Entwicklung und Optimierung von Biozement werden zweifellos dazu beitragen, eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten und die Baubranche zu einem Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel zu machen.

Wir von ROTH denken grün und sind daher immer vorn mit dabei, wenn es um das Teilen nachhaltiger Fortschritte geht – denn nur so schaffen wir ein Bewusstsein über grüne Forschung. Wir sind uns bewusst darüber, dass wir nur diesen einen Planeten haben und die Auswirkungen menschlichen Handelns enorm sind. Gemeinsam packen wir es an und arbeiten stetig daran, die Klimaziele, die unsere Welt benötigt, einzuhalten – mit nachhaltigen Lösungen und Alternativen!

Quellen:

https://maia.uni-weimar.de/material/biozement

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