Volle Kraft voraus


Mit unserem intelligenten Energiebooster ATP

Adenosintriphosphat ist eine komplexe organische Verbindung mit einer einzigartigen Struktur, die uns als universeller Energieüberträger dient. Und dies immer genau dann, wenn wir es brauchen. ATP ist in der Lage, Energie sowohl zu speichern als bei Bedarf auch freizusetzen. Es liefert als primärer Energieträger die Power für viele Funktionen unserer Zellen, wie zellulären Stoffwechsel, Herstellung spezialisierter Moleküle und Zellwachstum. Höchste Zeit, uns diese energieliefernde Formel mal genauer anzusehen.

Eine Energieformel – drei wichtige Bestandteile.

AdenosinTriPhosphat (ATP) ist eine komplexe organische Verbindung mit einer einzigartigen Struktur, die es ermöglicht, als universeller Energieüberträger in lebenden Organismen zu dienen. Für ATP gilt: aller guten Dinge sind drei. So ist ATP ein Mononukleotid des Adenins mit drei Phosphatgruppen, welche jeweils über eine Anhydridbindung miteinander verbunden sind und eine Kette bilden. Und ATP besteht aus drei Molekülsorten: die Base Adenin ist ebenso wie die kleine Phosphatkette an eine Ribose gebunden, ein 5-eckiges Zucker-Ringmolekül. Die Geheimwaffe des ATPs ist aber die erwähnte Bindung zwischen den Phosphaten: Soll ein energieverbrauchender Prozess in der Zelle durchgeführt, also beispielsweise zwei Moleküle miteinander verbunden werden, dann wird beim ATP das dritte Phosphat abgetrennt, also die Bindung gespalten. Die freiwerdende Energie wird direkt in den gewünschten Prozess (hier die neue Molekülbindung) gesteckt. Tatsächlich ist es gar nicht so viel Energie – wir reden von 126,8 kJ Energie pro kg ATP, was im Vergleich zum Brennwert von Benzin (ca. 43 000 kJ pro kg) oder Wasserstoff (ca. 120 000 kJ pro kg) echt wenig ist.

Die Masse machts

Auch der körpereigene Zucker Glucose kommt immerhin auf einen Brennwert von 15 690 kJ pro kg. Warum nimmt der Körper also nicht Glucose als Energieüberträger? Ganz einfach: weil es zu viel auf einmal wäre. Glucose ist ein super Energiespeicher, aber die Energiemenge, die beim Abbau frei wird, würde viele Prozesse überfordern. Man sollte ein Handy ja auch nicht an einer LKW-Batterie aufladen …

Die Zellen machen das also ganz systematisch so, dass alle Energie, die irgendwo frei wird, in kleinen Häppchen als ATP gespeichert wird. Das meiste davon entsteht aus Glucose in den Mitochondrien, den ‚Kraftwerken‘ der Zelle.

Das Molekül ATP ist superklein, kann überall hin transportiert werden und kommt in alle Zellen rein. ATP gibt es in irren großen Mengen im Körper und solange ‚Brennstoff‘ (meist Glucose) da ist, können die Zellen ganz einfach selbst welches herstellen, wenn mehr davon benötigt wird. Und ATP liefert genau die richtige Menge Energie für einen Aufbauschritt eines Moleküls. Es ist also in der Masse ein super Energiespeicher und im Einzelnen der optimale Energieüberträger für die Prozesse in den Zellen.

Neues Wissen made in Germany

Wenn etwas Wichtiges in Deutschland entdeckt wurde, dann sind wir da alle zurecht ein bisschen stolz. Denn Adenosintriphosphat wurde 1929 von dem deutschen Biochemiker Karl Lohmann entdeckt. Er entwickelte Methoden zur Isolierung von ATP und zur Bestimmung des ATP-Gehalts von biologischem Gewebe. Nach ihm benannt ist auch die „Lohmann-Reaktion“, die die reversible Phosphatübertragung von Kreatinphosphat auf Adenosindiphosphat (ADP) durch die Creatin Kinase unter Bildung von ATP beschreibt. Karl Lohmann hat für seine wissenschaftlichen Arbeiten zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.

Ab ins Gym, der Sommer kommt.

Frisch motiviert, mit dem Wissen um unser eigenes Energiemanagement-Molekül ATP können wir uns im Sommer richtig auspowern. Aber was wie eine unerschöpfliche Quelle und ein unbegrenzter Zugang zu Energie klingt, ist in Wahrheit ein relativ kurzes Vergnügen. Denn jedes einzelne Adenosintriphosphat ist nicht nur ein schwacher, sondern auch ein kurzfristiger Energiespeicher und wird bei energiebenötigenden Prozessen innerhalb weniger Sekunden verbraucht. Am schnellsten leert sich der Speicher bei Muskelkontraktionen, hier sind die Vorräte tatsächlich innerhalb von zwei bis drei Sekunden erschöpft. Deshalb funktioniert diese körpereigene Energiebeschaffung auch eher als Anschubmaßnahme und für kurze Sprintsals für lange Marathonläufe. Extrem viel ATP wird aber auch in unserem Gehirn verbraucht, denn Denken ist ein enorm energiefressender Prozess.

Nahrung und Energie.

Unsere Energiespeicher müssen daher immer wieder aufgefüllt werden und brauchen zwischen Belastungssituationen und Leistungspeaks auch immer wieder ausreichend Regeneration. Parallel müssen wir unserem Körper natürlich auch Energie zuführen.

Wie wichtig ist die richtige Ernährung für das Auffüllen unserer Energiespeicher? Sehr wichtig. Vor allem regelmäßige Mahlzeiten sind für eine gleichmäßige Versorgung und optimale Leistung notwendig, denn unser Körper wandelt Kohlenhydrate, Proteine und Fette in ATP um. Wie immer beim Thema Energiezufuhr gilt auch hier, dass hochwertige und nachhaltige Energie immer am besten ist: im Falle unseres Körpers beispielsweise eine hochwertige Ernährung aus langkettigen Kohlenhydraten und hochwertigen Fetten und Ölen.

Gut zu wissen, dass wir bei Carl ROTH Ihr Energiebooster sind, der Sie jeden Tag mit unserem Service, unserer Beratung und neuen Produkten voranbringt.

Quellen:

https://flexikon.doccheck.com/de/Adenosintriphosphat

https://www.chemie.de/lexikon/Adenosintriphosphat.html

https://www.brain-effect.com/magazin/atp-adenosintriphosphat

https://www.studysmarter.de/schule/biologie/zellbiologie/adenosintriphosphat/#:~:text=ATP%20Funktion%3A%20So%20wirkt%20Adenosintriphosphat%20in%20den%20Zellen,Reaktionen%20ben%C3%B6tigt%20wird%2C%20die%20in%20lebenden%20Zellen%20stattfinden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Adenosintriphosphat

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lohmann_(Biochemiker)

Das könnte Ihnen auch gefallen:

ROTI®Store Cryoröhrchen
Neue ROTI®Store Cryoröhrchen
alte Photos Negative
Fundstück: Photo Spezial-Abteilung
Adventskalender-Glühwein-Baukasten-Carl-Roth
In der Weihnachtsbrauerei: Der Glühwein-Baukasten
Rodolfo Briones
Biotech Day 2017 – Wo sich Jülich und Chile kreuzen